[dropcap]H[/dropcap]allo ihr Lieben, ich bin wieder da. Eine fantastische Woche London liegt hinter mir und wir (meine BFF und ich) haben viel erlebt. Und ich werde euch daran teilhaben lassen. Das hier soll aber kein langweiliger Tagebuch-Reisebericht werden, sondern viel eher eine „Things you have to see in London“-Sammlung. Die soll auch nicht so klein bleiben, sondern wird mit jedem Besuch der Hauptstadt Großbritaniens wachsen – versteht sich. Also: Things to do in London – Dinge die man gesehen haben muss:

Wachablösung am Buckingham Palace – Changing of the Guard

Ein wahnsinns Spektakel! und damit meine ich jetzt nicht unbedingt den Wachwechel ansich, sondern das Meer an Smartphones und Tablets das plötzlich in die Höhe gehalten wird, sobald die ersten flauschigen Bärenfellmützen in Sichtweite kommen. Muss man gesehen haben. Was passiert da eigentlich? Die Queen’s Guard stehen in ihrer roten Paradeuniform mit Bärenfellmütze vor dem Palast wache (Ist die Königin anwesend, zu erkennen an der wehenden Royal Standard über dem Palast, stehen entsprechend mehr Wachen bereit). die Jungs können dort aber nicht den ganzen Tag mit voller Aufmerksamkeit stehen,weshalb die Kollegen zur Ablöse kommen. Begleitet von der Gardekappelle marschiert die Frühschicht ab und die Spätschicht auf. Es werden traditionelle Songs gespielt, aber auch Stücke die man eigentlich nur im West End vermutet oder sogar aktuelle Popsongs. Wirklich toll. Wir haben bei unserem Besuch im vergangenen Jahr „Happy“ lauschen dürfen und ich musste es meinem Bruder (dem Musikstudenten) direkt Whatsappen. Genial!

 

London von oben – eine Fahrt mit dem London Eye

Das London Eye kennt ihr sicher alle. Dieses groooooße Riesenrad das zur Jahrtausendwende direkt mit Blick auf Big Ben am Southwalk errichtet wurde. Es bietet eine grandiose Aussicht über London mit vielen interaktiven Informationen in der Kabine. Ein Selfie darf natürlich auch nicht fehlen. Die Aussicht war atemberaubend und gerade, wenn ihr das erste Mal in London unterwegs seid verschafft euch die Fahrt mit dem London Eye einen guten Überblick. Muss man mal gemacht haben – einmal reicht dann aber auch. Tickets vorab zu buchen ist hier sicher kein schlechter Tipp, denn je nach Reisezeit könnte es eine Weile dauern bis ihr nach längerem Schlangestehen eure Tickets am Schalter erhaltet.

 

Mein Londonliebling – Camden Town und Lockmarket

Ja, ich gebe es zu: Wir fahren natürlich auch nach London um shoppen zu gehen. Allerdings nicht in der Regentstreet (schicki und bling bling), sondern auf Londons Märkten. Unser Favorit der Camden Lock-Market (und seine Umgebung) an sieben Tagen in der Woche findet ihr hier alles was das Herz begehrt (vorausgesetzt ihr seid ein bisschen alternativ und ausgeflippt unterwegs…) Von echten Vintage-Teilen, handgemachtem Schmuck, Kunst jeder Art, Musikinstrumenten und Platten bis hin zu echt kuriosen Dingen gibt’s hier alles! Amy Winehouse liebte es durch die Stände zu streifen und sich im Elephants Head zu einer Erfrischung niederzulassen. Und wir lieben es ebenso. Natürlich werdet ihr hier massenhaft Touristände finden. Handeln wie auf dem Basar gehört auch dazu. Aber lasst Camden einfach auf euch wirken. Ihr werdet es lieben! Achja: Essen aus aller Welt wird euch mit leckeren Düften locken: Probiert ruhig auch etwas an den Foodständen. Ihr werdet begeistert sein!

 

West End Theatre – the Play that goes wrong

Bei einem längeren Aufenthalt in der pulsierenden Metropole darf man natürlich eines nicht verpassen: Ein Stück (egal ob Theater, Oper, Ballett, Musical…) aufgeführt auf einer der Bühnen im West End. Unsere Wahl fiel dieses mal auf eine junge britische Komödie: The Play that goes wrong. Ich kann das Stück nur empfehlen. Das kleine Dutchess Theatre johlte und jubelte. Wir lachten bis uns die Bäuche weh taten. Und selbst wenn ihr der englischen Sprache nicht mächtig sein solltet (oder euer Schulenglisch eingerostet ist) werdet ihr mit Sicherheit euren Spaß haben, denn dieses Stück würde auch ohne Worte immernoch lautes Lachen verursachen. Vor dem Hintergrunde einer Kriminalgeschichte geht auf der Bühne einfach alles schief was schiefgehen kann: Von klemmenden Türen, vergessenem Text, vertauschten Requisiten bis hin zu totalem Chaos und neidvollem Gezanke unter den Schauspielern ist alles dabei. Ihr werdet es lieben! Schaut doch mal vorbei: Dutchess Theatre – The play that goes wrong

 

Covent Garden- die besten Straßenkünstler der Welt

Nein wir sind nicht in Italien, sondern immernoch in London. Allerdings kommt das Piazza-Feeling hier schon ein wenig auf, vor allem wenn das Wetter so großartig ist wie bei unserem Besuch. Der Piazza vor Covent Garden Market ist der einzige Platz in London auf dem Straßenkünstler zeigen dürfen was sie können. Und das tun sie hier seit der Einweihung des Platzes im 17. Jahrhundert. Das bekannte Stück Punch and Judy (lustig für Kinder aber uns Erwachsenen offenbart sich darin ein grausames Schauspiel *klick*) wurde zur Eröffnung aufgeführt und seither ist die Straßenkunst hier nicht wegzudenken. Großartige Künstler aus der ganzen Welt seht ihr hier. Am schönsten von der Terrasse des Cafe’s im ersten Stock oder gleich in der ersten Reihe der Menschentraube. Bei unserem diesjährigen Besuch war Shaun das Schaf wohl eine der Haupatraktionen. Die Wanderausstellung Shaun in the City machte rund um den Covent Garden Market halt und Kinder und Erwachsene schossen ein Foto nach dem anderen vom Zuckerwatte Shaun, dem Sherlock Shaun, dem Roboter Shaun, dem goldenen Shaun…. (was es damit auf sich hat? *klick*). Und was sollen die Ballons? *klick*

 

Tower of London – die Kronjuwelen muss man doch gesehen haben

Ja, den Tower of London kennt ihr sicher auch alle. Ist wohl neben Big Ben und der neben dem Tower befindlichen Towerbridge das bekannteste Wahrzeichen Londons. Und dieses mal haben wir uns Karten gegönnt (ebenfalls vorher bestellt) und waren drin. Gerade rechtzeitig für eine der kostenlosen Führungen mit einem der Yeoman Warders (oder salopp gesagt: Beefeater). Er Berichtete von der Entstehung des Towers, einigen Geschichten die man auf jeden Fall gehört haben muss (Was passierte wohl mit den beiden jungen Prinzen? Was hat es mit den Raben des Towers auf sich? Warum liegt dort ein Kissen aus Glas mitten auf dem Platz?). eine kleine Reise durch die Zeit. sehr interessant. Die Kronjuwelen sowie viele andere Ausstellungen besuchten wir dann auf eigene Faust. Was ihr im Tower so alles erleben werdet könnt ihr hier *klick* nachlesen. Eines kann ich jedoch sagen zu teuer ist das Ticket auf keinen Fall, denn im Tower of London kann man einen ganzen Tag verbringen.

 

Kings Cross Gleis 9 3/4 – ich bin dann mal in Hogwarts

Seit wir in diesem Jahr am berühmten Gleis 9 3/4 waren hab ich einen neuen Berufswunsch: Schalwerfer. Ja, ihr denkt sicher „Jetzt spinnt sie total“, aber am Übergang zum Gleis 9 3/4 (ihr wisst schon: Harry und die anderen Hogwartsschüler müssen ihren Wagen doch durch diese Mauer schieben…) stehen ein paar nette Ladys, die dich einladen diesen Schritt ebenfalls zu wagen. Der Schal deines Hogwartshauses wird dir um den Hals gelegt, du schiebst den Wagen, das Zeichen  zum Schalwurf wird gegeben und der Fotoapparat klickt. Und schon bist du auf dem Weg zum Hogwartsexpress. Hach wie schön! ich hab mich gefreut wie ein kleines Kind und bin jetzt auch stolze Besitzerin eines Ravenclaw Schals (Ja, ich bin eine Ravenclaw, schon seit der sprechende Hut mich damals dort hin geschickt hat… da gab es mal so eine online Community.. *seufz* lang lang ist’s her). Im angrenzenden Harry Potter Shop kann man sich passend ausstaffieren. Toll gemacht und auf jeden Fall einen Besuch wert!

 

7 kleine Tipps… ich hätte noch so viele mehr. Aber dafür wird auch zu einem späteren Zeitpunkt noch Raum hier sein. vielleicht hab ich euch ja Lust auf einen kleinen Städtetripp gemacht.

Und keine Angst:London ist nicht immer verregnet!

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